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25. – 28. MAI 2017
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TOP TEN

April 2017 – Kulinarisches

1. Restaurant Day

1. Restaurant Day

zunächst zu einer Idee zum Thema Kochen für andere und gemeinsamem Essen, dem Restaurant Day. Das Konzept: Jeder kann für einen Tag ein Restaurant, ein Café oder eine Bar eröffnen. Und das überall, zu Hause, im Park, auf der Straße, in der Garage, am See – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Der erste Restaurant Day im Mai 2011 fand – genau – in Finnland statt. Und bis Mai 2016 wurde das Essensfestival, initiiert von einem Verein mit Sitz in Helsinki, an festen Tagen viermal pro Jahr gefeiert. Es gab fast 24.800 „Ein-Tages-Restaurants“, in denen etwa 100.000 Hobby-Gastronomen in hunderten Städten rund um die Welt etwa 2.8 Million Gäste bewirteten.

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2. Karjalanpiirakka – Karelische Pirogge

2. Karjalanpiirakka – Karelische Pirogge

Piroggen sind gefüllte Teigtaschen mit einer dünnen Teighülle aus Roggenmehl und Wasser. Die Füllung bestand früher aus Gerstenbrei, heute aber meist aus ungesüßtem bzw. leicht gesalzenem Milchreis, seltener aus Kartoffel- oder Möhrenbrei. Dazu isst man traditionell Eibutter (munavoi).

Für 12 – 14 Karelische Piroggen und Eibutter benötigt man:
1 dl Wasser
1 Teelöffel Salz
2 1/2 dl Roggenmehl
1/2 dl Weizenmehl
Butter zum bestreichen und für das Blech
Füllung:
1 l Milch
2 dl Reis
Salz
Eibutter:
3 Eier
100 g Butter
Salz

Zubereitung:

  1. Für die Füllung wird die Milch aufgekocht, der Reis eingestreut und das Ganze für etwa 40 Minuten zu einem dickem Brei quellen lassen. Salzen und abkühlen lassen.
  2. Für den Teig das Mehl nach und nach mit gesalzenem Wasser vermengen und zu einem festen Teig verkneten. In einer angewärmten Schüssel 30 Minuten ruhen lassen.
  3. Den Teig zu einer Rolle formen und in 12 bis 14 Scheiben schneiden. Ein Backbrett dünn mit Mehl bestäuben und die Scheiben darauf dünn ausrollen. Die erkaltete Reisfüllung jeweils in die Mitte geben und die Ränder einschlagen.
  4. Auf ein gefettetes Backblech legen und bei 250 Grad für ca. 15 Minuten backen, solange bis der Teig goldbraun und die Reisfüllung braun gesprenkelt ist. Noch warm mit zerlassener Butter bestreichen, zwischen Pergamentpapier schichten und mit einem Küchentuch abdecken, damit die Kruste weich wird. Mit Eibutter servieren.
  5. Für die Eibutter die Eier hart kochen, abkühlen lassen, schälen und hacken. Die Butter weich rühren und die Eier darunter heben und salzen.
3. Lohikeitto – Lachssuppe

3. Lohikeitto – Lachssuppe

Suppen gehören in Finnland auf jeden Speiseplan. Im Sommer kocht man natürlich Sommersuppe (kesäkeitto) mit heimischem Gemüse wie Kartoffeln, Möhren, Bohnen und Erbsen. Und da es im Land der tausend Seen mit einer langen Küste viel frischen Fisch gibt, liegt eine Variante mit Fische ebenfalls nahe. Hier ein klassisches Rezept für finnische Lachssuppe:

200 g Kartoffeln
300-500 g Lachs – ohne Haut und Gräten
Fischfond
½ l Milch
2 EL Mehl
Salz
Frischer Dill

Zubereitung:

  1. Kartoffeln klein schneiden und in leichtem Salzwasser fast gar kochen.
  2. Fisch würfeln und dazugeben. 5-10 Minuten garziehen lassen.
  3. Mehl mit der Milch glattrühren, zum Fischfond geben und unter vorsichtigem Rühren aufkochen lassen.
  4. Mit Salz abschmecken und mit Dill bestreut servieren.
4. Korvapuusti

4. Korvapuusti – wörtlich Ohrfeigen oder Hefe-Zimt-Schnecken

Wieso Ohrfeigen? Sicher wissen wir es nicht, aber es muss mit der besonderen ohrähnlichen Form zu tun haben, die die finnische Zimtschnecken von denen aus anderen Ländern unterscheidet. Korvapuusti sind eine Variante von finnischem Hefegebäck (pulla). Dabei wird der Hefeteig mit Butter bestrichen, mit einer Zimt-Zucker-Mischung bestreut und dann aufgerollt. Wichtig, in den Teig gehört gemahlener Kardamom.

Für Korvapuusti nehme man:
1/2 l Milch
1 Würfel Hefe
150 g Butter
1 Teelöffel Salz
1 1/2 dl Zucker
2 TL Kardamom
900 g Mehl
Butter zum Bestreichen
Zimt-Zucker-Mischung-Mischung
1 Ei und Hagelzucker

Zubereitung:

  1. Die Hefe mit wenig lauwarmer Milch auflösen. Die Butter zerlassen und mit der übrigen Milch lauwarm auf die Hefe gießen. Das Salz, den Zucker und den Kardamom beigeben und mit dem Mehl verkneten. Der Teig muss sehr kräftig durchgeknetet werden, bis er ganz glatt und geschmeidig ist und sich von der Schüssel löst. Etwas Mehl darauf streuen, mit einem Tuch zudecken und an einem warmen Ort ruhen lassen und auf das Doppelte gehen lassen.
  2. Den Teig noch einmal durchkneten und anschließend ca. 1 cm dick ausrollen. Weiche Butter darauf verteilen. Mit Zucker und Zimt bestreuen.
  3. Den Teig aufrollen, mit der längeren Seite beginnend. Die Rolle in gleichmäßige Stücke schneiden. Diese anschließend in der Mitte mit einem Finger leicht eindrücken, sodass sie an den Schnittstellen auf beiden Seiten leicht aufquellen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblechlegen und noch einmal 15 Minuten gehen lassen.
  4. Die Korvapuusti mit dem verquirlten Ei bestreichen. Mit dem Hagelzucker bestreuen. Bei 225°C etwa 10-15 min. goldbraun backen.
5. Joulutortut

5. Joulutortut – Weihnachtssterne oder einfach Pflaumentaschen

Diese Gebäck wird in der Regel vor Weihnachten gebacken. Meist erhält es eine Art Sternform, daher der Name.
Der Teig besteht aus:
200 g Butter oder Margarine
125 g Weizenmehl
1/2 Tasse (0,1 l) kaltes Wasser
1 Teel. Weinessig
süßes Pflaumenmus für die Füllung
1 Ei zum Bestreichen

Zubereitung:

  1. Das weiche Fett mit den übrigen Zutaten in eine Schüssel geben. Rasch zu einem Teig
    verarbeiten ohne allzu stark zu kneten. An einem kühlen Ort fest werden lassen.
  2. Den Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen. Mehrfach zusammenfalten und wieder ausrollen. Wie Blätterteig behandeln.
  3. Schließlich 1/2 cm dick ausrollen. 7 x 7 cm Quadrate ausstechen. Die Ecken jedes Quadrats einschneiden.
  4. Etwas Pflaumenmus in die Mitte geben. Jede zweite Ecke zur Mitte hin einschlagen und so ein windmühlenartiges Gebäck formen.
  5. Mit verquirltem Ei bestreichen. Bei 250 Grad hellbraun backen.
6. Rosolli

6. Rosolli

Rosolli ist ein traditioneller Salat, der in Finnland zu Weihnachten gegessen wird. Er enthält in jedem Fall Rote Bete, aber auch z.B. Kartoffeln, Karotten und Essiggurken. Häufig findet man eingelegten Hering als weitere Zutat. Diese Variante wird manchmal jedoch nicht als Rosolli sondern als Heringssalat bezeichnet. Rezepte gibt es viele. In manchen Familien werden auch die Zutaten einzeln gereicht, damit sich jeder sein Lieblingsrezept zusammenstellen kann.
Hier eine Variante ohne Hering:

4 gekochte Kartoffeln
4 gekochte Karotten
4 gekochte rote Rüben
4 Essiggurken
1 kleine Zwiebel
1 Apfel
Salz und weißer Pfeffer
Für die Soße:
1 ½ dl Sahne
1 ½ TL Essig
1 ½ TL. Zucker
Brühe der roten Rüben

Zubereitung:

  1. Kartoffeln, Karotten, rote Rüben, Essiggurken, Zwiebel und Apfel klein schneiden und mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  2. Die Zutaten für die Soße mischen. Über den Salat geben – kann ruhig etwas durchziehen.
  3. Wer möchte kann den Salat mit gekochtem, klein geschnittenem Ei garnieren.
7. Lanttulaatikko – Steckrübenauflauf

7. Lanttulaatikko – Steckrübenauflauf

Aufläufe gehören als warme Gerichte unbedingt zu einem finnischen Weihnachtsmahl. Außer Steckrübenauflauf gibt es in den meisten Familien noch Möhrenauflauf (porkkanalaatikko) oder auch Leberauflauf (maksalaatikko).Toll für den Gastgeber ist, dass die Gerichte problemlos am Vortag zubereitet werden können. Der Geschmack des Steckrübenauflaufs wird durch ein mehrmaliges Aufwärmen sogar besser.
Hier ein Rezept:

2 große Steckrüben (ca. 1500 g)
4 dl Sahne oder Vollmilch
2 dl Semmelbrösel
1 dl Rübensirup
2 Eier
1 TL Ingwer
½ TL Weißpfeffer
½ TL Muskatnuss
1 EL Salz
Auf den Auflauf: Semmelbrösel und Butter

Zubereitung:

  1. Steckrüben waschen, schälen und in wenig Salzwasser kochen.
  2. Kochflüssigkeit aufbewahren. Steckrübenstücke pürieren.
  3. In das Mus in die Sahne aufgequollene Semmelbrösel, den Sirup, das Ei und die Gewürze sowie so viel Kochflüssigkeit zugeben, dass eine lockere Masse entsteht.
  4. Die Masse in eine gefettete Form gießen und mit Semmelbröseln bestreuen.
  5. Butter in Flöckchen darauf setzen und den Auflauf 1,5 - 2 Stunden bei 180 °C backen.

TIPP: Der Geschmack des Steckrübenauflaufs kann durch Hinzugabe einiger leicht angebratener, gehackter Zwiebeln verfeinert werden.

8. Mämmi

8. Mämmi

Mämmi ist ein gebackener, klebriger Malzpudding, der kalt gegessen wird. Traditionell gibt es ihn in Finnland zur Osterzeit, meist an Karfreitag. Früher wurde dieser Tag als heilig angesehen, daher sollte kein warmes Essen zubereitet werden. Erstmals wurde dies im 17. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Meist isst man das Traditionsgericht mit Sahne, Zucker oder Vanilleeis, um den gewöhnungsbedürftigen Roggengeschmack, der an herbes Bier erinnert, abzumildern. Heute kaufen die meisten Finnen Mämmi fertig im Supermarkt – etwa zwei Millionen Kilogramm pro Jahr gehen über die Ladentheken.
Wer es selbst herstellen möchte braucht etwas Zeit und:

7 l Wasser
2 kg Roggenmehl
½ kg Roggenmalz
3 El Sirup
2 Tl Salzwasser
4 El Bitterorangenschale

Zubereitung:

  1. 2 l Wasser auf 60 Grad erhitzen. Mit einem Schneebesen Roggenmehl und Roggenmalz einrühren, bis ein dünner Brei entsteht. Auf diesen eine Schicht Roggenmehl und Malz geben. Den Topf zugedeckt an einem warmen Ort eine Stunde stehen lassen.
  2. Einen Liter warmes Wasser zugeben und kräftig umrühren. Wieder eine Schicht Roggenmehl und Roggenmalz darauf geben und eine weitere Stunde stehen lassen. Vorgang fortsetzen bis das Wasser, Mehl und Malz verbraucht sind.
  3. Die Mischung eine halbe Stunde kochen, dabei gut umgerührt und mit den restlichen Zutaten würzen.
  4. Den Brei rühren bis er kalt ist und in flache Formen gießen. Mit Zucker bestreuen. Bei milder Hitze 3 Stunden im Ofen backen.
  5. Am besten einige Tage im Kühlschrank durchziehen lassen.
9. Sima

9. Sima

Sima ist ursprünglich Met, ein alkoholisches Getränk aus Honig. Heute verwendet man meist braunen und weißen Zucker. Und die Gärung ist gering, so dass ein nur leicht alkoholisches Erfrischungsgetränk entsteht mit unter 1 Vol.-%. Bis es fertig ist, dauert es etwa eine Woche. Es ist das traditionelle Getränk zum finnischen Vappu (Feiertag am 1. Mai), einem Fest des Frühlings, der Studenten und der Arbeiter. Auf 5 l Wasser nimmt man:

2 unbehandelte Zitronen
4 dl Rohrzucker
4 dl Zucker
ein erbsengroßes Stückchen Hefe
ein paar Rosinen

Zubereitung:

  1. Wasser zum Kochen bringen. Zucker und Rohrzucker dazu geben.
  2. Die Zitronen gut abwaschen, dünn abschälen. Das Weiße der Zitronen entfernen und Zitronen in Scheiben schneiden. Die Zitronenscheiben und die Schalen ins Wasser geben. Abkühlen lassen.
  3. Die Hefe in wenig Wasser aufgelöst zugeben. Bei Zimmertemperatur bis zum nächsten Tag gären lassen.
  4. Die Flüssigkeit durch ein Sieb filtrieren und in Flaschen füllen. In jede Flasche einige Rosinen geben und die Flaschen verschließen. Kühl stellen.
  5. Wenn die Rosinen nach oben steigen (nach drei bis sieben Tagen) ist das Getränk fertig. Kühl lagern.
10. Lakritz

10. Lakritz

Lakritz(e) ist der Extrakt aus der Wurzel des Echten Süßholzes (Glycyrrhiza glabra) und bezeichnet auch Produkte auf dessen Basis. Meist handelt es sich um Süßwaren in süßer aber auch in salziger Form. Oder es wird Salmiak beigemischt, wodurch ein sehr intensiver Geschmack entsteht. Vor allem in den nordischen Ländern Europas sowie den Niederlanden ist Lakritz sehr beliebt und wird vielen Lebensmitteln zugesetzt. Es gibt Lakritz-Ziegenkäse oder Lakritz-Ketchup – und Lakritzeis wird schon gar nicht mehr als ungewöhnlich betrachtet. Und in Finnland ist der sogenannte Salmiakki Koskenkorva oder Salmiakki Kossu weit verbreitet. Grundlage ist der Koskenkorva Viina (kurz Koskenkorva oder Kossu), eine Art Wodka, der einen nahezu legendären Ruf hat.
Mittlerweile ist Lakritz quasi in der finnischen Kultur verankert. Das sieht man auch beim Pro-Kopf-Verbrauch, der in Finnland im Jahr bei über zwei Kilogramm liegt, in Deutschland dagegen bei etwa 200 Gramm.

Bei der Gelegenheit zu zwei weiteren „Rekorden“: Denn auch bei Eis und Kaffee liegt Finnland im Pro-Kopf-Verbrauch in Europa ganz vor: Jeder Finne isst rund zwölf Liter Eis pro Jahr, jeder Deutsche dagegen nur gut 6 Liter. Und zur Kaffeezubereitung braucht man in Finnland im Durchschnitt etwa zwölf Kilogramm Kaffeebohnen pro Jahr, in Deutschland wieder nur gut die Hälfte, was schon deutlich über dem EU-Durchschnitt liegt.

März 2017 – Besondere Sehenswürdigkeiten

1. Königsquelle

1. Königsquelle

Der Überlieferung nach haben am Pinkelstein in Kurikka während eines Staatsbesuchs am 18.7.1752 der schwedische König Adolf Fredrik und seine Gemahlin Loviisa Ulriika (Luise Ulrike von Preußen) ihr Wasser mit großem Brausen abgeschlagen. Bei dieser Reise hatte das Königspaar auch Zeit in der südfinnischen Stadt Degerby vorbeizuschauen. Die Stadt wurde darauf hin nach der Königin in Lovisa (Loviisa) umbenannt. Wasser hinzugefügt hatte der König Adolf Frederik dagegen aus der Quelle in Kankaanpää und prompt hatte der Ort auch eine Sehenswürdigkeit, Kuninkaan lähde, Königsquelle. Heute ist die Gegend ein beliebtes Naherholungs- und Freizeitgebiet. Was Königs alles verursachen können…

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2. Hotelli Torni

2. Hotelli Torni

Das Hotelli Torni mit seinem ArtDeco ist wohl das berühmteste Hotel in Helsinki. Am Dach des Hotels gibt es die Ateljee Bar mit Außenterrassen und Blick über die wunderschöne Stadt. Besucht einfach mal die Bar, bestellt einen Siideri oder Lonkero und genießt die Aussicht. Ihr solltet unbedingt was trinken – das echte Highlight in dieser Bar ist der Toilettenbesuch.

3. Latrine in Enontekiö

3. Latrine in Enontekiö

Wenn wir schon bei den Toiletten sind. Lonely Planet hat ein Buch über die Toiletten in den schönsten Landschaften/Aussichten weltweit veröffentlicht. Dabei ist das Außen-WC an der Wildnishütte von Saarijärvi in Enontekiö auch eine Sitzung wert.

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4. Andy McCoy-Statue

4. Andy McCoy-Statue

Einer der berühmtesten finnischen Rockmusiker ist ohne Zweifel Andy McCoy. Andy war Gitarrist der legendären Hanoi Rocks. Eigentlich heißt er Antti Hulkko und stammt aus Pelkosenniemi, einer 951-Seelen-Gemeinde in Lappland. Im Juni 2009 hat die Gemeinde eine Holzstatue für den Sohn der Gemeinde enthüllt. Die Statue ist aus Kiefernholz und wurde von Matti Hulkko geschnitzt.

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5. Einkaufszentrum Kyläkauppa Keskinen

5. Einkaufszentrum Kyläkauppa Keskinen

Der Besuch von Kyläkauppa Keskinen ist ein Muss, wenn du in der Nähe sein solltest. Dieses dörfliche Einkaufszentrum hat über 6 Millionen Besucher im Jahr und ist das größte Warenhaus in Finnland. Der Stil ist leicht gewöhnungsbedürftig: von einem ursprünglichen alten roten Bauernhaus bis zu einer imitierten Toskana-Villa. Es gibt kaum etwas, was du in diesem Einkaufszentrum nicht findest. Ein Tipp für Caravaner: Auf dem Areal gibt es ein hervorragender Wohnwagenplatz Karavaanarialue Onnela. Das Jahr über gibt es auf dem riesigen Gelände des Einkaufszentrums verschiedene Veranstaltungen von Rockkonzerten und Zetor-Rennen bis WM-Qualifikation zum Frauentragen. Der Besitzer Vesa Keskinen  wohnt in unmittelbarer Nähe des Einkaufszentrums und weiß seine Berühmtheit als Marketingmagnet auszunutzen. Sei es die TV-Doku über sein Familienleben, seine öffentlichen Auftritte unter Alkoholeinfluss, die Ehe mit seiner brasilianischen Frau, seine Schönheitsoperationen  oder seine großzügige Wohltätigkeit.

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6. Dorf Kammi-kylä

6. Dorf Kammi-kylä

Erkki Kalliomäki aus Kauhajoki hatte die Idee einen Platz in der Natur zu schaffen, der andersartig ist, und das ist ihm gelungen. Dorf Kamm, Kammi-kylä, ist ein inspirierendes Beispiel dafür, was man schaffen kann, wenn man seiner Phantasie einen freien Lauf lässt. Das Dorf befindet sich in dem Dorf Nummijärvi bei Kauhajoki. Das Dorf liegt im Sumpfgebiet, ca. 500 m von der Jokelastraße entfernt. An der Kreuzung steht ein Hinweisschild. Im Dorf befindet sich verschiedene Gebäude wie z.B. eine Torfsauna und eine Rauchsauna. Nevansaari ist eine kleine Insel mit einer Feuerstelle. Um die Insel herum kann geschwommen werden. Für die Feuerstelle liegt natürlich Feuerholz parat. Die Türen sind immer offen, falls jemand vorbeikommen möchte, um z.B. zu schwimmen oder Würstchen zu grillen. Die Räumlichkeiten sind auch zu vermieten.

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7. Einmalige Naturschauplätze

7. Einmalige Naturschauplätze

Für Naturliebhaber hat Finnland einige Schätze versteckt. Höhle, Wälder, Steine – auf dem Weg durch die finnische Landschaft gibt es viel zu entdecken. Visit Finland hat einige dieser einmaligen Naturschauplätze gesammelt:

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8. Opferkirche von Pyhämaa

8. Opferkirche von Pyhämaa

Die alte Opferkirche (uhrikirkko) von Pyhämaa ist eine Holzkirche aus dem 16. Jahrhundert. Die nach außen unscheinbare Kirche verbirgt Wandmalereien von Christian Willbrandt. Die Seeleute und Insulaner haben in einer Notlage die Opferkirche aufgesucht, um für Rettung zu beten. Bei erfolgter Rettung haben sie der Kirche etwas gestiftet. Die Opferkirche von Pyhämaa, ist eine offene Kirche und bleibt im Sommer ganztägig geöffnet.

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9. Juselius-Mausoleum

9. Juselius-Mausoleum

Das Juselius-Mausoleum (Juseliuksen mausoleumi) auf dem Käppärä-Friedhof von Pori wurde 1903 von Geschäftsmann Fritz Arthur Jusélius für seine mit nur 11 Jahren verstorbene Tochter gebaut.  Die Kirche ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Pori und wurde von dem Architekten  Josef Stenbäck geplant. Die Kirche ist vor allem bekannt für ihre Wandgemälde von Akseli Gallen-Kallela.

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10. Vaivaisukko

10. Vaivaisukko

Schon mal was von Vaivaisukko gehört? Vaivaisukko (ein armer, bedürftiger Mann) ist eine Opferstockfigur in menschlicher Gestalt und typisch für Pohjanmaa – Ostbottnien, aber auch in der Region Tampere und in Südwestfinnland sind welche aufgestellt. Man findet diese Opferstockfiguren an den Kirchenwänden, meistens an der Außenwand beim Haupteingang der Kirche. Sie sind Almosenfiguren, keine Bettler: Sie sammeln Geld für die Bedürftige in der Gemeinde. Heute bekommt die Diakonie das gespendete Geld. Vaivaisukot sind aus Holz und fast ausschließlich in männlicher Gestalt, meist mit einer sichtbaren Fußverletzung und einem Gehstock oder einer Krücke als Zeichen für ihre Hilfsbedürftigkeit. Die vermutlich einzige Frauenfigur (Vaivaistyttö) steht übrigens in der Gemeinde Soini, in Südostbottnien (Etelä-Pohjanmaa).

Vaivaisukko ist ein besonderes Kulturgut in Finnland. Sehr sehenswert.

Februar 2017 – Geschichte

1. Finnhütten

1. Finnhütten

Finnhütten: Gibt es in Finnland nicht, dafür aber in fast jeder Gartenanlage oder Freizeitkolonie Ostdeutschlands. Eine Finnhütte ist eine Art Laube oder Bungalow mit einem Spitzdach, welches fast bis zum Boden reicht. Wahrscheinlich standen die ersten Finnhütten in Thüringen, dort gibt es einen bewaldeten Höhenzug namens Finne.

2. Wer hat‘s erfunden...

2. Wer hat‘s erfunden...

In einem DDR-Lexikon von 1985 ist zu lesen: „Subbotnik ( russ., zu subbota, Sonnabend) freiwillige, unentgeltliche kollektive Arbeit in der Freizeit; als Ausdruck kommunist. Arbeitsmoral erstmals am 10.05.1919, einem Sonnabend, von sowjet. Arbeitern durchgeführt. Lenin maß in seinem Werk „Die große Initiative“  dieser Bewegung beim Aufbau des Sozialismus größte Bedeutung bei.“

Was das Lexikon an dieser Stelle verschweigt: Lenin weilte einige Zeit im finnischen Exil, dort gab es schon lange talkoot, eine unentgeltliche Nachbarschaftshilfe und Lenin ermahnte seine Genossen stets von zivilisierten Länder zu lernen.
… die Finnen waren‘s.

3. Das finnische Wappen

Das finnische Wappen

Zeigt einen heraldisch nach rechts schreitenden Löwen, der in seiner rechten, gepanzerten Tatze ein christlichen Kreuzschwert erhebt; und mit seinen Läufen einen halbmondförmigen, scheinbar muslimischen Krummsäbel niedertritt.  Nach Ansicht des Heraldikers Milan Buben (Prag 1986) eine schwedische Provokation: „Zwischen dem schwedischen König Johann III. (1533 – 1584) und dem russischen Zaren Ivan IV der Schreckliche herrschte persönliche Feindschaft.“ Als Johann Großherzog von Finnland wurde stiftete er ein Wappen entsprechend der schwedischen Heraldik. Die  Kavallerie, mitunter Muslime, oder Kosaken die orientalische Waffen übernahmen, verwendeten Krummsäbel.

4. Wer hat‘s erfunden...

4. Wer hat‘s erfunden...

Verlangt man westlich von Elbe und Werra nach einem Broiler statt einem Brathuhn, gibt man sich als Ossi zu erkennen. Rätselhaft ist, warum ein englisch-französisches Mischwort in den Sprachgebrauch der DDR einging. Mit dem Broiler scheint es ähnlich zu sein wie mit dem Subbotnik... die Finnen waren‘s.

In ihrer Landessprache heißt Brathuhn schon immer broileri. Historiker mögen herausfinden, ob die DDR der finnischen Neutralitätspolitik ein kulinarisches Denkmal setzen wollte, oder finnische Imperialisten die DDR zum Fressen gern hatten.

5. Frauenwahlrecht

5. Frauenwahlrecht

Finnland genoss als russisches Großfürstentum Autonomie und verfügte über einen Rechtsstaat nach schwedischem Vorbild. Der Reformzar Alexander II, dessen Denkmal noch heute vor dem Dom in Helsinki steht, plante das gesamte Reich nach finnischen Muster zu erneuern. Diese Bestrebungen riefen reaktionäre, panslawistische Kräfte auf den Plan und unter seinen Nachfolgern Alexander III und vor allem Nikolai II wurde versucht die finnische Autonomie zu untergraben. Im „Februar-Manifest“ hob Nikolai die finnische Verfassung auf, was im In-und Ausland zu Protesten führte. Dieser Widerstand fand in der Ermordung des russischen Generalgouverneurs Borowski im Jahre 1904 sein Höhepunkt.

Geschwächt durch den verlorenen Krieg gegen Japan, kam es in Russland, voran Petersburg, zu blutigen Unruhen, und auch die finnische Autonomiebewegung erhielt neuen Auftrieb. Im Jahre 1906 musst Nikolai II den finnischen Landtag wieder einsetzen und dem allgemeinen Wahlrecht stattgeben. Erstmals in Europa auch für Frauen... Möglicherweise war es einfach eine Frage der Übersetzung, welche die Finnen für ihre Sache nutzen: Der Zar verfasste sein Dekret in Russisch, im Finnischen gibt es aber keine grammatikalische Unterscheidung zwischen Femininum und Maskulinum.

6. Tacitus

6. Tacitus

Zu Zum ersten Mal in der antiken Geschichtsschreibung erwähnte Tacitus in seiner Germania (98 n. Chr) die „Finni“ – und seine Beschreibung hört sich zunächst nicht gerade schmeichelhaft an. Denn den Nordvölkern, die er selbst nie gesehen hatte, sondern nur vom Hörensagen kannte, bescheinigte er eine „absonderliche Tierähnlichkeit“, „abstoßende Dürftigkeit“  und „Verwahrlosung bei allen und Dumpfheit bei den Vornehmen“. Weiter: „Sie haben keine Waffen, keine Pferde, kein Zuhause; als Nahrung Kräuter, als Kleidung Felle, als Lager der Erdboden; ihre einzige Hoffnung sind ihre Pfeile, die sie mangels Eisen mit Knochenspitzen versehen … Die kleinen Kinder haben keinen anderen Unterschlupf vor den wilden Tieren und Regengüssen, als dass man sie unterirgendeinem Geflecht aus Baumzweigen birgt.“ Tacitus erkannte aber immerhin in den Finni die „gesunden Wilde“, die im Gegensatz zur dekadenten römischen Oberschicht, „das Schwerste erreicht haben: wunschlos zufrieden zu sein.“ (Quelle: Iwanowski‘s Finnland, Dormagen 20008)

7. Blaue Hakenkreuze

7. Blaue Hakenkreuze

Etwa im Jahre 2005 berichtete Der SPIEGEL von empörten deutschen Touristen, die an finnischen Supermarktkassen einen Fingerring im Angebot sahen, auf dem ein Hakenkreuz und in dessen Mitte eine Rose prangte. Das Nachrichtenmagazin hatte natürlich ein Foto beigestellt, und bei genauem Hinsehen zeigte sich, dass dieses Hakenkreuz im Unterschied zum nationalsozialistischen auf einem Querbalken stand und nicht X-förmig angebracht war. Der Ring wurde vom finnischen Veteranenverband angeboten und der Erlös sollte Bedürftigen zugutekommen. Die finnische Armee führte in den Jahren 1917-1944 blaue Hakenkreuze auf ihren Flugzeugen, später, aus Gründen der Tarnung in schwarz, auf ihren Panzerfahrzeugen. Die Ursache ist nicht, wie gelegentlich behauptet wird, irgendeine Sympathie finnischer Militärs mit rechtstotaliären Bewegungen, sondern das Familienwappen Erik von Rosens. Dieses zeigt seit Jahrhunderten ein Hakenkreuz, welches das persönliche, völlig unpolitische Glückssymbol des schwedischen Barons war. Nach der Unabhängigkeit Finnlands schenkte er dem jungen Staat ein Flugzeug und malte seinen Talisman auf die Maschine: in den finnischen Farben – blaues Kreuz auf weißen Grund. Als Dankbarkeit gab General Mannerheim den Befehl dieses Symbol künftig als Hoheitszeichen der finnischen Armee zu führen.

Vielleicht könnte man sich noch fragen, ob man als Deutscher erst in den Hohen Norden reisen muss, um sich beim SPIEGEL über Hakenkreuze zu beschweren; ein S-Bahnfahrt in die nächste Plattenbausiedlung hätte es auch getan.

8. Finnische Götter

8. Finnische Götter

Finnland wurde erst spät christianisiert, ab dem 10. Jahrhundert verbreiteten in Karelien orthodoxe und im Westen katholische Missionare den neuen Glauben. Im Jahre 1155 führte der schwedische König Erik IX einen Kreuzzug durch um den Rest des Heidentums mit Feuer und Schwert zu vernichten. Mikael Agricola, ein Mitstreiter Luthers übersetzte1584 das Neue Testament in die finnische Sprache; nun begann sich das reformierte Christentum durchzusetzen und wurde schließlich Staatskirche. Die vorchristlichen Vorstellungen der Finnen waren stark vom Schamanismus beeinflusst; Mircea Eliade schreibt: „Erwähnenswert ist, daß es aber in Finnland eine literarische Schöpfung, die von schamanischer Geisteshaltung inspiriet ist, gibt. Sie erreicht hier ihren Höhepunkt. Im Kalevala, dem finnischen Nationalepos, das Elias Lönnrot zusammengestellt hat (Erstausgabe 1832), ist die Hauptperson Väinämöinen, der „ewige Weise“. Von übernatürlicher Herkunft ist Väinämöinen ein ekstatischer Seher, der mit zahllosen magischen Fähigkeiten begabt ist. Darüber hinaus ist er Sänger und Harfenspieler. Seine Abenteuer wie auch die seiner Gefährten, des Schmiedes Ilmarinen und des Kriegers Lemminkäinen, erinnern oft an die Heldentaten asiatischer Schamanen und Zauberer.“
Das Kalevala beinhaltet zunächst eine Schöpfungsgeschichte – die Entstehung von Himmel und Erde – nach der Geburt Väinämöinens, tritt die Erschaffung des Wunderdinges Sampo, dessen Raub und Wiedererlangung in den Mittelpunkt der Handlung.

Erwähnt wird zunächst ein Himmelgott Jumala und dessen Antipode Hiisi, ein böser Waldgeist oder der Böse an sich – vergleichbar der monotheistischen Teufelsvorstellung. Tuonetar ist die Herrin des  Totenreiches, Untamo der Gott des Traumes und des Schlafes. Der Donnergott Ukko (Greis, Alter) verschmolz mit dem christlichen Gottesbegriff.

Einer der wichtigsten Feiertage Finnlands ist neben dem Unabhängigkeitstag am 6. Dezember und dem Tag der Arbeit am 1. Mai ist juhannus – das Mittsommerfest, das um den 21. Juni gefeiert wird. Seinen Ursprung  hat das Fest in vorchristlicher Zeit, als der längste Tag des Jahres mit Sonnwendfeuern begangen wurde. Dieser Brauch hat sich in Finnland erhalten, nur verschmolz nach der Christianisierung dieses Fest mit dem Namenstag Johannes‘ des Täufers.
(Quellen: Mircea Eliade, Geschichte der religiösen Ideen Bd. 3; Herder 1983. Kalevala, Übersetzung Wolfgang Steinitz nach Buber, Schiefner. Glossar, Hinsdorff 1998. Iwanowski‘s Finnland, Dormagen 2008. )

9. Molotov-Cocktail

9. Molotov-Cocktail:

Der hochexplosive „Molotov-Cocktail“ hat seinen Namen vom ehemaligen sowjetischen Regierungschef und Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten Molotov. Im finnischen Winterkrieg (1939-1940)  bombardierten die russischen Bomber Finnland und Molotov behauptete, er habe die Bomber nach Finnland geschickt, die die arme finnische Bevölkerung nun mit Lebensmitteln versorgten. Die Finnen waren von dieser Art Propaganda alles andere als begeistert. Als Antwort auf Molotovs tödliche Brotkorbe, kreierten finnische Soldaten den hochexplosiven „Molotov-Cocktail“ gebastelt und erfolgreich gegen russische Panzer eingesetzt. Später stellte die staatseigene Firma Alko in Rajamäki den Cocktail her und schickte ingesamt ca. 450 000 Flaschen an die Front.

10. John Morton

10. John Morton

John Morton (1724 – 1777) war ein finnoamerikanischer Politiker aus Pennsylvania. Er war einer der 56 Unterzeichner der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung 1776.  Mortons Stimme soll für die einstimmige Zustimmung der Unabhängigkeit entscheidend gewesen sein. Wikipedia: „Vor dem 4. Juli 1776 hatten die Staaten Delaware und Pennsylvania gegen die Unabhängigkeitsbestrebungen gestimmt. Darum kamen bei den anderen Delegierten des Kongresses große Zweifel auf, wie sich Pennsylvania und Delaware verhalten würden. Es hing offensichtlich viel von ihnen ab, und es wurde befürchtet, dass wenn diese zwei Staaten gegen die Unabhängigkeitserklärung der USA stimmen würden, das Ergebnis sehr unglücklich ausgehen würde. Tatsächlich waren die Stimmen beider Staaten um Längen zugunsten der Unabhängigkeit gesichert. Aber, als die Stimmen der Delegation von Pennsylvania genau getrennt wurden, fiel es Morton zu, die entscheidende Stimme abzugeben. Er gab seine Stimme zugunsten der Freiheit seines Landes.“

Januar 2017 – Musik

1. Alma

1. Alma (Alma-Sofia Miettinen)

Alma ist eine Sängerin und Songschreiberin. Bekannt wurde sie 2013 durch die Castingsschow Pop Idol. Im Juni 2016 erschien ihre erste Single „Karma“. Durch die Kooperation mit dem  deutschen Musikproduzenten Felix Jaehn produzierte sie 2016 den Song Bonfire, der für fünf Wochen lang Platz drei in den deutschen Charts erreichte. Im Oktober 2016 veröffentlichte Alma die Dye My Hair EP mit zwei neuen Songs. Alma hat ihren ganz persönlichen Stil, und kommt ganz ohne irgendwelche Star-Attitüden aus.

2. Steve ’n’ Seagull

2. Steve ’n’ Seagull

Steve 'n’ Seagulls‘ Stil ist einzigartig: Sie covern Rockklassiker, am liebsten Heavy, im Stil von Country-Bluegrass mit u.a. Banjo, Akkordeon und Kontrabass. Der Stil ist schwer vorstellbar, man muss die Band einfach hören. Als sie vor zwei Jahren ihre Akustikversion von ACDC bei Youtube einstellten, konnten sie wohl kaum ahnen, was für ein Hit das Video werden würde. Die Musiker sagen viel Spaß beim Spielen zu haben, aber ihre Musik und Auftritte nehmen sie sehr ernst. Ihr Kleidungsstil ist eine kultige Mischung von Hillbilly-Kleidung und finnischer Bauernromantik.

3. Tarja Turunen

3. Tarja Turunen

Wer kennt sie nicht?  Diese Frau mit der begnadeten, kräftigen Rockstimme. Für viele hat sie die beste Frauenrockstimme überhaupt, andere finden sie zu brachial. Sie ist eine ausgebildete Opernsängerin, eine Sopranistin, und singt am liebsten Metal im klassischen Stil. Sie war die Mitbegründerin und die starke Frontfrau von Nightwish. Seit 2006 tourt sie erfolgreich solo mit ihrer eigenen Band. Tarja ist die erfolgreichste Solokünstlerin in Finnland und so beliebt, dass man ihr ein eigenes Emoji gewidmet hat. Mit ihrer Mischung aus klassischem Gesang und gewaltigem Metal begeistert sie auch regelmäßig das anspruchsvolle Publikum auf dem Wacken-Festival. 

4. Sunrise Avenue

4. Sunrise Avenue

Sunrise Avenue und unser aller Liebling Samu Haber. Diesen sympathischen Finnen muss man einfach gern haben. Samu schreibt alle Songs für seine Band selbst. In ganz Europa sind „Sunrise Avenue" und deren Mischung aus Pop und Rock heute erfolgreich. Zu den größten Hits der Band gehört "Hollywood Hills".

5. Children of Bodom

5. Children of Bodom

Children of Bodom ist eine der erfolgreichsten Metalbands Finnlands (Suomimetalli) und eine der bekanntesten im Ausland, vor allem in Deutschland. Der Bandname stammt vom Bodom-See in Espoo, an dessen Ufer 1960 drei zeltende Jugendliche umgebracht wurden. Bei Children of Bodom ist es schwierig, das richtige Metalgenre zu definieren und auch die Fachmeinungen sind sich uneins. Die Band selbst zählt sich zum „extrem metal“. Oft hört man, die Band sei dem melodischen Death Metal zuzuschreiben, ein in Skandinavien typisches Metalgenre. Am besten ist wohl, Ihr urteilt selbst:

6. Tango

6. Tango

Tango. Die Finnen lieben Tango. Der Tango Satumaa (Märchenland) ist wohl der berühmteste und beliebteste finnische Tango und ist so etwas wie die zweite Nationalhymne des Landes. Diesen Tango mit seinem wunderbaren Text hat Unto Mononen 1955 geschrieben.  Die wohl bekannteste Aufnahme stammt von Reijo Taipale, der oft als bester finnischer Tangosänger bezeichnet wird. Eine ganz besondere Aufnahme von Satumaa mit einem "leicht" modifizierten Text stammt übrigens von keinem geringeren als  Frank Zappa. Zappas Satumaa-Version genießt einen Kultstatus bei seinen Fans und ist auf dem Live-Album seines Konzerts in Helsinki im Jahr 1974 zu hören. Hier Reijo Taipale: 

7. Volksmusik

7. Volksmusik

Ende der 1960er, Anfang 1970er Jahren erlebte die finnische Volksmusik eine Renaissance. 1968 wurde in Kaustinen das erste Volksmusikfestival organisiert, und der unvergessliche Spielmann, pelimanni Konsta Jylhä erfreute sich großer Beliebtheit. Jylhäs Platten waren 1970-71 die meistverkauften in Finnland.


1970 veröffentlichte Viktor Klimenko eine Platte mit russischen Volksliedern. Seine Platte Stenka Rasin wurde sogar international notiert.


Berühmt und beliebt wurde in den 70ern  auch die Romamusik durch die Gruppe Hortto Kaalo.


Eines der beliebtesten finnischen Volkslieder ist ohne Zweifel „Kalliolle, kukkulalle“. Das Lied von 1908 stammt ursprünglich aus Asikkala.


Dieses Lied hat zwei Melodien. Das Original wurde in Moll gesungen, die neuere, 1968 von Kaj Chydenius komponierte mit dem Originaltext, im Dur:

8. Humppa

8. Humppa

Musikalisch gesehen ist Humppa eine Art finnische Variante des Foxtrotts.

 

 


Humppa ist ist ein  onomatopoetisches Wort: das Wort beschreibt die Musik selbst: Hump-pa, hump-pa, hump-pa! Humppa wird auch getanzt, hat aber absolut gar nichts mit dem Foxtrott gemeinsam. Die Finnen tanzen gern und sie lieben Humppa.


Nach Deutschland und Mitteleuropa wurde Humppa durch die Gruppe Eläkeläiset, (Die Rentner) exportiert. Eläkeläiset covern x-beliebige Rock-und Popmusik im Humppa-Takt. Ihre Konzerte sind feuchtfröhlich und ein echtes Erlebnis. Nicht einmal Wacken blieb vor ihnen verschont.

9. M. A. Numminen

9. M. A. Numminen

M. A. Numminen ist Finnlands Helge Schneider. Er ist ein Sänger, Komponist, Entertainer, Schriftsteller und Filmemacher. Numminen ist ein Tangoexpert und hat ein Buch über den finnischen Tango geschrieben (Tango ist meine Leidenschaft). Er kennt sich auch gut mit finnischen Trinksitten und Kneipen aus. Er hat eine Expedition durch 350 finnische Bierlokale gemacht und auch darüber ein Buch geschrieben (Der Kneipenmann). M.A. Numminen hat wunderschöne, teilweise komische Kinderlieder gesungen und komponiert. Er ist ein hervorragender Jazzmusiker und -interpret. Nicht jeder mag seinen Gesangsstil, seine Stimme mag manchen gewöhnungsbedürftig vorkommen. Die Finnen lieben ihn. Und er ist multilingual: Er singt auch auf Deutsch.


Es gelang ihm sogar die Einleitung für die Pferdewäsche aus dem Handbuch für Pferdehaltung zu vertonen.

10. Huutajat

10. Huutajat

Huutajat (Die Rufer) ist ein finnischer Männerchor. Im Jahr 1987 haben sich 20 Männer aus Oulu zusammen getan und, da sie sonst nicht zu tun hatten, diesen Chor  gegründet. Sie treten stets im schwarzen Anzug, mit weißem Hemd und einer schwarzen Gummikrawatte auf.  Die Besonderheit dieses Chores ist, dass die Lieder nicht gesungen, sondern meistens gerufen, geschrien, gebrüllt werden. Über diese Schreihälse, die weltweit auf den Bühnen schreien, hat der finnische Regisseur Mika Ronkainen 2003 ein Dokumentarfilm Screaming Men die Huutajat,  gedreht, der  auf internationalen Filmfestspielen sehr erfolgreich war.

Dezember 2016 – Weihnachten

1. Heimat des Weihnachtsmannes

1. Heimat des Weihnachtsmannes

Ende der 20er Jahre wurde in einer Radiosendung verraten, dass am Fjäll Korvatunturi im finnischen Lappland das Dorf des Weihnachtsmannes zu finden ist. Seitdem ist der Ort fester Bestandteil der finnischen Identität. Mit seiner Frau Muori und den vielen Wichteln bereitet sich der Weihnachtsmann das Jahr über auf Heiligabend vor. Die Wichtel (tontut) haben unter anderem die wichtige Aufgabe, zu überprüfen, ob die Kinder auch brav sind. Allerspätestens ab Oktober sollte man sich also sehr bemühen!

Heute kann man den Weihnachtsmann ganzjährig am Polarkreis in der Nähe von Rovaniemi besuchen. Und dank des eigenen Postamtes kann man ihm auch direkt den Wunschzettel zukommen lassen:

Link

2. Weihnachtsfrieden

2. Weihnachtsfrieden

Alljährlich wird am 24. Dezember um 12 Uhr in der ehemaligen Hauptstadt Turku der Weihnachtsfrieden ausgerufen, der für drei Tage gilt – eine alte finnische Tradition. Die am Alten Markt verlesene Botschaft stammt noch aus dem Mittelalter und tausende Menschen verfolgen die Zeremonie, zusätzlich gibt es eine Liveübertragung in Radio und TV. Der Weihnachtsfrieden wird von vielen sehr ernst genommen. Frieden und Besinnlichkeit stehen im Mittelpunkt.

3. Weihnachtssauna

3. Weihnachtssauna

Die finnische Saunatradition ist älter als Weihnachten. Älter als das Christentum. Wen wundert es, dass der Saunagang auch zum weihnachtlichen Pflichtprogramm gehört. Vor dem Essen wird geschwitzt. Das ganze nennt man dann joulusauna (Weihnachtssauna).

4. Weihnachtsschmuck und Licht

4. Weihnachtsschmuck und Licht

Auch aus finnischen Haushalten ist der Weihnachtsbaum nicht wegzudenken. Kerzen, Lametta, Kugeln – der Schmuck ist nicht unbekannt. Zusätzlich wird häufig mit finnischen und internationalen Landesflaggen geschmückt.

Sehr beliebt ist auch das sogenannte himmeli – ein aufwändiges Mobile aus Stroh.
Weihnachten ist auch das Fest des Lichts. Nach Weihnachten werden die Tage wieder länger und das ist natürlich ein Grund zu feiern. Lichtdekorationen wie Laternen aus Schneekugeln im Hof oder Kerzen aller Art sind in der Weihnachtszeit nicht wegzudenken.

Die Weihnachtszeit endet am 6. Januar, dem Dreikönigstag. Bis dahin bleibt die Dekoration erhalten.

5. Musikalische Weihnacht

5. Musikalische Weihnacht

Musik ist an Weihnachten nicht wegzudenken. Von getragenen, christlichen Weihnachtsliedern bis zu fröhlichen Liedern für Kinder ist für jeden etwas dabei. In Finnland scheint die Bandbreite dabei besonders weit zu sein. So gibt es beim beliebten www.jouluradio.fi sogar einen Heavy/Rock-Weihnachtssender. Das Onlineradio startet jedes Jahr am ersten Advent mit einem „Hoosianna“ und sendet nichts als Weihnachtslieder.

6. Ruoka

6. Ruoka

„Wäre doch Weihnachten, dann dürfte man auch nachts essen.“ lautet eine Aussage, die durchaus zeigt, welch ein wichtiger Bestandteil das Essen an Weihnachten ist. Traditionell gibt es an Heiligabend einen reich gefüllten Esstisch. Ursprünglich ließ man den Tisch auch nachts gedeckt, damit sich die Hauswichtel und andere Hungrige in der langen Nacht satt essen konnten. Zum finnischen Weihnachtsessen gehören der Weihnachtsschinken und zahlreiche Aufläufe. Am Vormittag des 24.12. wird Milchreis gegessen. In ihm ist eine Mandel versteckt und der Finder kann mit Glück für das kommende Jahr rechnen.

Auch Glühwein (glögi) gibt es in Finnland. Traditionell einen Beerenglühwein, der mit Mandeln und Rosinen und häufig auch einem Schuss Wodka verfeinert wird.

Hier geht es zum Rezept!

7. Tiernapojat

7. Tiernapojat

Die Tiernapojat sind mit den katholischen Sternsingern zu vergleichen und ihre Tradition reicht bis in das 17. Jahrhundert zurück. Der erste namentlich bekannte Tiernapoika ist Johan Ludvig Runeberg, der spätere finnische Volksdichter. Die finnischen Sternsinger ziehen nicht nur am Dreikönigstag von Haus zu Haus; in der Adventszeit darf ihr Schauspiel in Schulen und Weihnachtsfeiern nicht fehlen. Vor allem in der Region um Oulu ist diese Tradition verwurzelt. Seit 1933 werden dort die besten Tiernapojat gekürt.

8. Gedenken an Verstorbene

8. Gedenken an Verstorbene

Der Besuch der Weihnachtskirche gehört in vielen Haushalten zur Tradition an Heiligabend. Im Anschluss an den Gottesdienst werden Kerzen an die Gräber von Verwandten und Freunden gebracht und die Friedhöfe so in ein Lichtermeer verwandelt. Schnee gibt dem Licht zusätzlich eine ganz besondere Atmosphäre. Zu Ehren der Veteranen und Kriegshelden organisieren Soldaten und Reservisten eine ständige Wache an den Gräbern.

9. Pikkujoulut

9. Pikkujoulut

In der Vorweihnachtszeit sind die Kalender prall gefüllt. Schon ab Ende Oktober werden Weihnachtsfeiern abgehalten. „Kleine Weihnachten“ (pikkujoulut) nennt man das Ganze. Die Wurzeln der Weihnachtsfeierkultur reichen bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts zurück. Studenten nahmen den Trend aus Schweden auf. Heute sind die Feiern aus der Firmenlandschaft nicht wegzudenken und viele bemühen sich sehr, ein außergewöhnliches Programm auf die Beine zu stellen. Natürlich geht es durchaus auch feucht-fröhlich zu.

10. Der Deutschen liebster Baum mit finnischem Namensgeber

10. Der Deutschen liebster Baum mit finnischem Namensgeber

Der beliebteste Weihnachtsbaum in Deutschland, die Nordmanntanne, stammt ursprünglich aus dem Kaukasus. Benannt wurde er nicht nach Wikingern oder den „Nordmannen“, sondern nach dem finnischen Biologen Alexander von Nordmann. Der wichtigste Produzent ist Dänemark.